Verzeichnis
Tools & Software
Alle Software im Überblick – geprüft und kuratiert.
28 Einträge
JTL-Shop
JTL-Shop ist das Shopsystem der JTL-Software-GmbH aus Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen, die 2008 gegründet wurde und im deutschsprachigen Raum nach eigenen Angaben über 50.000 Kunden hat. Das Besondere ist die enge Verbindung mit der Warenwirtschaft JTL-Wawi, über die Artikel, Kategorien, Bestände und Aufträge gepflegt und mit dem Shop synchronisiert werden. Damit eignet sich JTL-Shop vor allem für Händler, die ihre Prozesse ohnehin in der JTL-Welt abbilden. Aktuell ist JTL-Shop 5 im Einsatz, den Aufbau der Seiten unterstützt der OnPage Composer, weitere Funktionen kommen über Plugins. Es gibt verschiedene Lizenzen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Zum Ökosystem gehören außerdem Marktplatzanbindungen, Lagerverwaltung und ein Kassensystem, sodass sich Onlineshop, Marktplätze und Ladengeschäft gemeinsam steuern lassen.
WooCommerce
WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin, das aus einer WordPress-Website einen Onlineshop macht. Es wurde 2011 von der Designfirma WooThemes als erstes eigenes Plugin veröffentlicht und gehört seit 2015 zu Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress.com. Der Kern ist kostenlos und steht unter der GPL-Lizenz, Funktionen wie Zahlungen, Versand, Buchungen oder Abonnements kommen über Erweiterungen hinzu. Hinter der Marke steht heute das Unternehmen Woo mit mehr als 400 Teammitgliedern, die vollständig remote arbeiten. Weil WooCommerce auf WordPress aufsetzt, lassen sich Inhalte und Shop eng verbinden, was für Händler mit starkem Content oder SEO-Fokus attraktiv ist. In Deutschland läuft WooCommerce nach Zählung von Storeleads auf einer ähnlichen Zahl von Shops wie Shopify. Hosting, Sicherheit und Updates liegen dabei in der Verantwortung des Betreibers oder seiner Agentur.
Billbee
Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.
Ecwid by Lightspeed
Ecwid ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Händler Verkaufsfunktionen in bestehende Websites einbauen oder eigenständige Shops erstellen. Das Unternehmen wurde 2009 von Ruslan Fazlyev gegründet und 2021 vom kanadischen Kassen- und Commerce-Anbieter Lightspeed übernommen, daher der Zusatz by Lightspeed. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte Lightspeed mehr als 130.000 zahlende Kunden in über 100 Ländern. Händler können über Ecwid nicht nur im eigenen Shop verkaufen, sondern auch über Social Media und digitale Marktplätze, wobei zum Beispiel eine Partnerschaft mit TikTok bestand. Durch die Verbindung mit Lightspeed lässt sich der Onlineshop mit dem Kassensystem für Ladengeschäfte verknüpfen. Ecwid richtet sich an kleine Unternehmen, die schnell und ohne große Technik online verkaufen oder ihre vorhandene Website um einen Shop ergänzen möchten.
Salesforce Commerce Cloud (Agentforce Commerce)
Salesforce Commerce Cloud ist die Enterprise-Commerce-Plattform von Salesforce für B2C, B2B und Direktvertrieb von Marken. Sie geht auf Demandware zurück, ein 2004 in Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts gegründetes Unternehmen, das Salesforce 2016 für rund 2,8 Milliarden US-Dollar übernahm und in Commerce Cloud umbenannte. Der B2B-Bereich wurde 2018 durch die Übernahme von CloudCraze ergänzt. Nach Angaben eines Fachportals vermarktet Salesforce die Lösung seit 2026 unter dem Namen Agentforce Commerce. Die Plattform wird als Software as a Service betrieben, Salesforce übernimmt Hosting, Updates und Sicherheit, und die Abrechnung richtet sich üblicherweise nach dem Warenumsatz. Die enge Verbindung mit Salesforce CRM, Service und Marketing macht sie für Unternehmen interessant, die Kundendaten über alle Kanäle in einem System bündeln wollen.
weclapp
weclapp ist eine cloudbasierte ERP- und CRM-Plattform der weclapp SE mit Sitz in Frankfurt am Main und einem weiteren Standort in Marburg. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und bietet die Plattform seit 2013 als Software as a Service an. Die Lösung verbindet Kundenverwaltung, Angebots- und Auftragsabwicklung, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung und Rechnungswesen in einer Anwendung, sodass Vertrieb, Lager und Buchhaltung mit denselben Daten arbeiten. Die Software wird für Dienstleister, Agenturen, Großhändler und Onlinehändler eingesetzt, wobei die Funktionen für den Handel unter anderem Lagerführung, Produktion und Anbindungen an Shopsysteme und Marktplätze umfassen. Die Rechenzentren stehen in Deutschland. Seit September 2022 gehört weclapp zur Exact Group, die wiederum von Finanzinvestoren getragen wird, die Marke und die Produkte werden weitergeführt. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte das Unternehmen mehr als 7.000 Kunden.
Afterbuy
Afterbuy ist eine cloudbasierte All-in-One-Lösung für Onlinehändler, betrieben von der ViA-Online GmbH aus Krefeld, die zur ECOMMERCE ONE gehört. Aus einem früheren Werkzeug für Marktplatzverkäufer hat sich die Software zu einem Multichannel-System entwickelt, das Produktlisting, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Versand und Logistik vereint. Händler pflegen Artikel und Bestände zentral und steuern damit ihre Verkäufe auf Marktplätzen wie Amazon und eBay sowie im eigenen Onlineshop und im Ladengeschäft. Die Daten liegen nach Herstellerangaben auf eigenen Servern in Deutschland. Ein Statistikmodul mit eigenem Data Warehouse ermöglicht individuelle Auswertungen, etwa welche Produkte auf welchem Marktplatz am besten laufen. Über offene Schnittstellen lassen sich Shopsysteme, Versanddienstleister und Buchhaltungslösungen anbinden, für die Übergabe an den Steuerberater gibt es Partnerschnittstellen zu gängigen Finanzbuchhaltungen.
Gambio
Gambio ist ein deutsches Shopsystem der Gambio GmbH aus Bremen, die 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno in Oldenburg gegründet wurde. Das System gibt es als Cloud-Lösung, bei der Gambio Hosting und Updates übernimmt, und als selbst gehostete Variante. Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 25.000 Shops mit Gambio im Einsatz, angebunden an Marktplätze, Zahlungssysteme, Warenwirtschaften und Versanddienstleister. Die Shoplösung wurde von der IT-Recht Kanzlei als geprüftes Shopsystem eingestuft, was für die rechtssichere Einrichtung in Deutschland ein Argument ist. Gambio gehört zur Unternehmensgruppe Ecommerce One, zu der auch die Multichannel-Lösungen Afterbuy und DreamRobot zählen, und arbeitet technisch eng mit diesen zusammen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Händler, die ein deutsches System mit gutem Support suchen.
xt:Commerce
xt:Commerce ist eine Shopsoftware der xt:Commerce GmbH mit Sitz in Innsbruck in Tirol und damit ein österreichisches Produkt. Die Software entstand 2004 aus einem Team von osCommerce-Entwicklern und wird seit der Version 4 unter einer kommerziellen Lizenz vertrieben. Aktuell ist xt:Commerce 6 im Einsatz, ein modular aufgebautes System auf Basis von PHP und MySQL mit Plugin-System, Export-Manager, Multishop-Fähigkeit und Funktionen für Suchmaschinenoptimierung. Händler können unbegrenzt viele Produkte verwalten und das System über Add-ons erweitern. Nach Angaben des Herstellers gehören mehr als 90.000 Mitglieder zur Community. xt:Commerce gehört zur selben Familie wie die Systeme Gambio und xtcModified, die ebenfalls aus xt:Commerce 3 hervorgegangen sind. Die Software wird als Produkt gekauft und selbst betrieben, optional gibt es Support-Pakete und einen Installationsservice.
JTL-Software (JTL-Wawi)
JTL-Wawi ist die Warenwirtschaft der JTL-Software-GmbH, die 2008 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen hat. Das Unternehmen gibt an, im deutschsprachigen Raum mehr als 50.000 Kunden und über 500 Partner zu haben, und gehört damit zu den verbreitetsten Anbietern für Multichannel-Handel. Die Wawi verbindet Einkauf, Verkauf, Lager und Versand, enthält ein Produktinformationsmanagement und lässt sich modular um weitere Bausteine erweitern. Über JTL-eazyAuction werden Angebote und Bestellungen auf Marktplätzen wie Amazon, eBay, Kaufland und Otto direkt in der Wawi gesteuert. Das Ökosystem umfasst außerdem das Shopsystem JTL-Shop, Connectoren für externe Shopsysteme, die Lagerverwaltung JTL-WMS, das Kassensystem JTL-POS und eine Produktionssoftware für Fertigungsunternehmen. Im Oktober 2023 ist mit Hg ein auf Software spezialisierter Investor als Wachstumspartner eingestiegen. JTL ist vor allem bei kleinen und mittleren Onlinehändlern beliebt, die ein flexibles System mit großem Partnernetzwerk suchen.
PlentyONE (ehemals plentymarkets)
PlentyONE ist eine cloudbasierte E-Commerce-ERP-Plattform der plentysystems AG mit Sitz in Kassel, die 2006 unter dem Namen plentymarkets gegründet wurde und heute als PlentyONE auftritt. Die Software bündelt Produktdaten, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kanalanbindung in einem System, sodass Händler Bestände, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg zentral steuern. Nach Herstellerangaben sind über 150 Marktplätze und Plattformen angebunden, dazu kommen ein eigenes Shopsystem als Progressive Web App, ein Kassensystem für den stationären Handel und ein Order-Management-System, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Die Funktionen werden über Editionen gestaffelt, die unter den Namen Lite, Lite+, Expand und Scale auf unterschiedliche Unternehmensphasen ausgerichtet sind. Seit November 2024 ist mit der PSG ein strategischer Investor beteiligt, der das Wachstum in der DACH-Region und international unterstützen soll. PlentyONE richtet sich an Händler, Marken und Hersteller, die viele Kanäle gleichzeitig bespielen und ihre Prozesse in einer durchgängigen Plattform abbilden möchten.
Wix eCommerce
Wix ist ein Website-Baukasten der israelischen Wix.com Ltd mit Sitz in Tel Aviv, mit dem sich neben Webseiten auch Onlineshops erstellen lassen. Händler gestalten ihren Auftritt im Editor ohne Programmierkenntnisse, legen Produkte an, richten Zahlungsarten ein und verwalten Bestellungen in einer gehosteten Umgebung, bei der Wix Betrieb und Updates übernimmt. Im deutschsprachigen Raum zählt Wix neben Jimdo und dem Homepage-Baukasten von 1&1 zu den bekanntesten Baukastenanbietern. Der Schwerpunkt liegt auf schnellem Start, Designvorlagen und einfacher Bedienung, weniger auf tiefer Anbindung an Warenwirtschaft oder Marktplätze. Damit eignet sich der Shopbereich vor allem für Selbstständige, kleine Unternehmen und Händler mit überschaubarem Sortiment, die eine Webseite und einen Shop aus einer Hand betreiben möchten.
Jimdo
Jimdo ist ein deutscher Website-Baukasten der Jimdo GmbH aus Hamburg, der 2007 von Matthias Henze, Christian Springub und Fridtjof Detzner gegründet wurde. Seit 2010 lassen sich damit auch Onlineshops einrichten. Händler gestalten Seite und Shop über einen einfachen Editor, legen Produkte einzeln an und verwalten Bestellungen in einer gehosteten Umgebung. Nach Herstellerangaben fallen keine Verkaufsprovisionen auf Umsätze an, gezahlt wird ein Tarif, der sich nach Funktionsumfang und Produktzahl richtet. Für den Shopbereich gibt es eigene Tarife, die laut Tests nach Sortimentsgröße gestaffelt sind. Jimdo richtet sich an Selbstständige, kleine Unternehmen und Gründer, die ohne Programmierkenntnisse schnell online verkaufen möchten. Als begrenzter Shop mit überschaubarem Funktionsumfang eignet sich das System weniger für große Sortimente oder komplexe Prozesse.
Odoo
Odoo ist eine modulare Unternehmenssoftware der belgischen Odoo S.A., die 2005 von Fabien Pinckaers unter dem Namen TinyERP gestartet und 2014 in Odoo umbenannt wurde. Das System deckt mit rund 50 Kernapps Bereiche wie Verkauf, CRM, Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung, Projektmanagement, Website und Onlineshop ab und lässt sich über zahlreiche Community-Apps erweitern. Es gibt zwei Editionen: Die Community Edition steht unter der Open-Source-Lizenz LGPLv3 und kann kostenlos auf eigenen Servern betrieben werden, die Enterprise Edition enthält zusätzliche proprietäre Funktionen wie mobile Apps und das Werkzeug Studio zur Anpassung ohne Programmieren. Betrieben werden kann Odoo als gehostete Lösung, über Odoo.sh oder auf eigener Infrastruktur. Eingeführt wird die Software in der Regel über Implementierungspartner, die Anpassungen, Schnittstellen und Schulungen übernehmen.
Haufe X360 (ehemals lexbizz)
Haufe X360 ist eine cloudbasierte ERP-Lösung der Haufe Group mit Sitz in Freiburg für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum. Die Software wurde bis 2021 als lexbizz von Lexware vermarktet und im Oktober 2021 in Haufe X360 umbenannt, wobei die Vermarktung in das Haufe-Portfolio wechselte. Technisch basiert das System auf der Cloud-ERP-Plattform Acumatica, die für den DACH-Markt angepasst wurde. Haufe X360 deckt Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, CRM und weitere Kernprozesse ab und lässt sich mit branchenspezifischen Zusatzfunktionen und offenen Schnittstellen erweitern. Für den Onlinehandel steht unter anderem ein Konnektor für Shopify bereit. Der Vertrieb und die Einführung laufen über ein Netzwerk zertifizierter Partner, die auch Beratung und Anpassungen übernehmen. Der Hersteller adressiert damit eher den größeren Mittelstand und wachsende Handelsunternehmen als Einsteiger.
OpenCart
OpenCart ist eine kostenlose Open-Source-Software zum Aufbau und Betrieb von Onlineshops, entwickelt von der in Hongkong ansässigen OpenCart Limited. Das Projekt wurde ab 2005 vom britischen Entwickler Daniel Kerr auf Basis einer abgelaufenen Domain neu aufgebaut und in PHP umgesetzt, die erste stabile Version erschien 2009. Die Software steht unter der GPLv3-Lizenz und bringt ein Admin-Panel, Benutzerrollen, Rabatt- und Gutscheinsystem sowie unbegrenzte Produkte und Kategorien mit. Zusätzliche Funktionen kommen über einen Marktplatz mit Erweiterungen und Themes hinzu. Laut Wikipedia hat OpenCart eine große weltweite Verbreitung, besonders in Asien, im deutschsprachigen Raum spielt es dagegen eine kleinere Rolle. Die Software wird selbst gehostet und eignet sich für Händler mit technischem Know-how oder einer betreuenden Agentur.
Squarespace
Squarespace ist eine Plattform zum Erstellen und Hosten von Websites und Onlineshops, die 2003 von Anthony Casalena gegründet wurde und ihren Sitz in New York hat. Das Unternehmen wurde im Oktober 2024 von der Beteiligungsgesellschaft Permira für rund 7,2 Milliarden US-Dollar übernommen und ist seither nicht mehr börsennotiert, Casalena bleibt Chef. Zum Angebot gehören Designvorlagen, Domains, Marketingwerkzeuge und Commerce-Funktionen wie Bestandsverwaltung und Zahlungsabwicklung, die über Squarespace Payments seit 2023 auch direkt angeboten wird. Squarespace ist vor allem für seinen Designanspruch bekannt und richtet sich an Selbstständige, Kreative und kleine Unternehmen, die Auftritt und Verkauf ohne Programmierkenntnisse umsetzen wollen. Als gehosteter Baukasten kümmert sich der Anbieter um Betrieb, Sicherheit und Updates.
PrestaShop
PrestaShop ist ein Open-Source-Shopsystem, das 2005 als Studentenprojekt an der Informatikschule EPITECH in Paris begann und seit 2007 von der Firma PrestaShop SA vermarktet wird. Gegründet wurde das Unternehmen von Igor Schlumberger und Bruno Lévêque. Die Software steht unter der Open Software License, ist in rund 60 Sprachen verfügbar und wird nach Herstellerangaben von etwa 250.000 Shops genutzt, vor allem in Europa und Lateinamerika. Der Funktionsumfang lässt sich über einen großen Marktplatz mit Modulen und Themes erweitern, zusätzlich bietet das Unternehmen Zahlungs- und Marketingmodule sowie Hosting an. PrestaShop wird selbst gehostet oder über einen Hosting-Anbieter betrieben und eignet sich für Händler, die ein flexibles, kostenlos nutzbares System mit internationaler Ausrichtung suchen und bereit sind, Betrieb und Wartung selbst zu organisieren.
Adobe Commerce (Magento)
Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.
Pickware
Pickware ist eine Software der Pickware GmbH aus Darmstadt, die ERP, Lagerverwaltung, Kassensystem und Produktinformationsmanagement für Onlinehändler vereint. Bekannt wurde das Unternehmen als native Warenwirtschaft für Shopware, bei der die Software als Erweiterung direkt im Shop läuft und dieselbe Datenbank nutzt, sodass keine Synchronisation zwischen Shop und Warenwirtschaft nötig ist. Inzwischen steht Pickware auch für Shopify zur Verfügung und verwaltet dort Bestellungen, Produkte, Bestände, Retouren und Lieferantenbestellungen zentral. Mobile Barcodescanner unterstützen Kommissionierung und Versand im Lager, ein Kassensystem verbindet den Onlineshop mit dem Ladengeschäft nach dem Omnichannel-Prinzip. Die Software richtet sich an Händler, die ihren Shop auf Shopware oder Shopify betreiben und Lager, Versand und Kasse mit einer durchgängigen Lösung steuern möchten, ohne ein separates System für die Warenwirtschaft einzuführen.
commercetools
commercetools ist eine Commerce-Plattform der commercetools GmbH aus München, die 2006 gegründet wurde und als Pionier der MACH-Architektur gilt, also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless. Statt eines fertigen Shops liefert das Unternehmen Bausteine für Produkte, Preise, Warenkorb, Checkout und Bestellungen, die Unternehmen mit eigenem Frontend und weiteren Diensten zu einer individuellen Lösung zusammensetzen. Dieser Ansatz heißt Composable Commerce und wird für B2C, B2B und weitere Geschäftsmodelle eingesetzt. Zu den Zielbranchen zählen laut Unternehmen Handel, Mode, Lebensmittel, Telekommunikation, Automobil und Gesundheit. Zuletzt hat commercetools den Fokus auf KI-Funktionen und agentenbasierten Handel verstärkt. Die Plattform richtet sich an große Marken, Händler und Hersteller, die viel Flexibilität brauchen und über Entwicklerteams oder Agenturen verfügen, die das Frontend und die Integrationen umsetzen.
Intershop
Intershop ist ein Anbieter von B2B-Commerce-Software der Intershop Communications AG mit Sitz in Jena, die 1992 unter dem Namen NetConsult gegründet wurde. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den frühen Pionieren des E-Commerce in Deutschland und hat sich heute auf Hersteller und Großhändler im oberen Mittelstand spezialisiert. Die Intershop Commerce Platform umfasst Commerce-Management, Produktinformationsmanagement, Order-Management, Experience-Management, Suche und Empfehlungen sowie einen Integration Hub als Low-Code-Lösung für die Anbindung an SAP. Zusätzlich setzt Intershop auf KI-Funktionen und spricht von Agentic Commerce. Nach eigenen Angaben vertrauen mehr als 300 Unternehmen weltweit auf die Plattform. Zum Angebot gehören auch Beratung, Implementierung, Cloud-Betrieb und Support, wodurch Kunden die Plattform samt Services aus einer Hand beziehen können.
SAP Commerce Cloud
SAP Commerce Cloud ist die Commerce-Plattform von SAP für B2B, B2C und B2B2C und Teil des SAP-Portfolios für Kundenerlebnis. Sie geht auf hybris zurück, ein 1997 gegründetes Unternehmen für Omnichannel-Commerce, das SAP 2013 übernahm und zunächst als SAP Hybris vermarktete. Aus der Marke hybris wurde SAP Commerce Cloud, die laut SAP einzig unterstützte Commerce-Plattform des Konzerns. Die Lösung bündelt Produkt- und Katalogverwaltung, Preise, Bestellungen und Storefronts und verbindet sich eng mit SAP-Systemen wie dem ERP, was besonders für B2B-Hersteller und Großhändler mit komplexen Quote-to-Order-Prozessen relevant ist. Für moderne Storefronts gibt es mit Spartacus ein Frontend-Framework. Eingesetzt wird die Plattform vor allem bei Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen, die bereits in der SAP-Welt arbeiten.
Xentral
Xentral ist eine cloudbasierte ERP-Software der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg, die sich auf E-Commerce, B2B und Handel im Mittelstand konzentriert. Das System verwaltet Aufträge, Lagerbestände, Zahlungen, Versand und Unternehmensdaten an einer Stelle und läuft nach Herstellerangaben bei über 1.800 kleinen und mittleren Unternehmen. Shopsysteme, Marktplätze, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter lassen sich über Standardschnittstellen oder eine eigene Middleware namens Connect anbinden, wodurch Xentral als zentrale Drehscheibe für Daten und Prozesse dient. Der Aufbau ist modular, sodass Unternehmen mit den Funktionen starten, die sie tatsächlich brauchen, und später weitere Bereiche wie Beschaffung, Buchhaltung oder Fulfillment ergänzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Benedikt und Claudia Sauter, die das System ursprünglich für den eigenen Onlinehandel entwickelt haben. Mit der Plattformerneuerung Next Gen hat Xentral zuletzt die technische Basis überarbeitet.
BigCommerce (Commerce.com)
BigCommerce ist eine SaaS-Shopplattform, die 2009 in Sydney startete und heute von Austin in Texas aus geführt wird. Seit dem 31. Juli 2025 tritt das Unternehmen unter dem Dach Commerce.com auf, zu dem neben BigCommerce auch Feedonomics für Produktdaten und Makeswift für Seitengestaltung gehören. Die Plattform setzt auf einen offenen, API-orientierten Ansatz mit Unterstützung für Headless-Architekturen, mehrere Storefronts in einem Konto sowie native Funktionen für B2B und B2C. Seit 2022 baut BigCommerce seine Präsenz in Europa aus, darunter in Deutschland und Österreich. Als gehostete Lösung übernimmt der Anbieter Betrieb und Updates, Händler konzentrieren sich auf Sortiment und Marketing. Die Plattform richtet sich an wachsende und etablierte Marken, die mehr Anpassung als bei einfachen Baukästen brauchen, aber keinen eigenen Serverbetrieb wollen.
Spryker
Spryker ist ein Anbieter von Commerce-Software mit Sitz in Berlin, der 2014 von Boris Lokschin und Alexander Graf gegründet wurde. Die Plattform Spryker Commerce OS kam 2016 auf den Markt und ist modular aufgebaut, sodass Unternehmen genau die Funktionen einsetzen, die sie brauchen. Der Schwerpunkt liegt auf komplexem Handel im B2B-Umfeld mit kundenspezifischen Katalogen und Preisen, Rollen und Freigaben, Angebotsanfragen sowie konfigurierbaren Produkten. Daneben bietet Spryker eine Marktplatz-Lösung, mit der Betreiber Drittanbieter anbinden, Angebote und Provisionen verwalten und Bestellungen steuern. Das Unternehmen arbeitet mit einem API-basierten, composable Ansatz und setzt zunehmend auf KI und agentengestützten Handel. Eingesetzt wird die Plattform von größeren Herstellern, Händlern und Plattformbetreibern, die mit Entwicklerteams oder Partnern individuelle Lösungen umsetzen.
Shopware
Shopware ist ein modulares, API-basiertes Shopsystem der shopware AG aus Schöppingen im Münsterland, das von den Brüdern Stefan und Sebastian Hamann gegründet wurde. Mit Shopware 6 setzt das Unternehmen auf eine API-first-Architektur und auf Open Source, der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub. Es gibt die kostenlose Community Edition, für die eine Fair-Usage-Regel nach Umsatz gilt, sowie die kommerziellen Cloud-Pläne Rise, Evolve und Beyond, die seit 2022 angeboten werden. Rise richtet sich an B2C- und D2C-Händler, Evolve ergänzt Funktionen für B2B und hybride Geschäftsmodelle, Beyond bietet den größten Funktionsumfang samt Support. Shopware lässt sich selbst hosten oder als Cloud-Lösung betreiben und ist vor allem im deutschsprachigen Mittelstand stark verbreitet. Für Anbindungen an Warenwirtschaft, Marktplätze und Zahlungsanbieter gibt es einen großen Store mit Erweiterungen und ein breites Netz an Agenturen.
OXID eSales
OXID eSales ist ein deutsches Shopsystem der OXID eSales AG aus Freiburg im Breisgau, das dort seit 2003 entwickelt wird. Der OXID eShop basiert auf einem Open-Source-Kern und wird in Editionen angeboten, wobei die höheren Varianten zusätzliche Funktionen für B2B, Rechte und Rollen oder Mehrmandantenfähigkeit enthalten. Aktuell ist die Version 7 im Einsatz. Das Unternehmen positioniert sich für Händler mit erklärungsbedürftigen Produkten, individuellen Preisen, Freigabeprozessen und komplexen Versandwegen, also dort, wo ein Standardshop schnell an Grenzen kommt. Umgesetzt werden Projekte meist gemeinsam mit einem Netz aus Partneragenturen, das vor allem im deutschsprachigen Mittelstand verankert ist. OXID gilt als etabliertes, langfristig gepflegtes System, hat aber nach Auswertungen in Deutschland einen kleineren Marktanteil als Shopware oder Shopify.