Plattformkompetenz
Breuninger ist ein Stuttgarter Premium- und Luxus-Warenhaus mit elf Häusern in Deutschland, mehr als 5.500 Mitarbeitenden und einem Onlineshop seit 2008. Seit 2020 öffnet das Unternehmen den Onlineshop auf einer Marktplatz-Plattform für ausgewählte Partnermarken, die über eine Third-Party-Anbindung an Breuninger-Kunden verkaufen. Im Februar 2026 wurde das Modell in Österreich gestartet, laut Fachpresse auf Basis des in Deutschland etablierten Konzepts mit rund 300 Partnern und einem lokalen Fokus auf Tracht, Ball- und Abendmode sowie Ski und Outdoor. Weitere Märkte sind die Schweiz mit zusätzlichen Sprachversionen, Polen und die Niederlande. Das Sortiment umfasst Fashion und Accessoires, Home and Living, Premium und Luxus sowie Sport. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Eine offene Registrierung gibt es nicht, Breuninger arbeitet über Empfehlungen, gezielte Ansprache von Marken und Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen. Vorausgesetzt werden vollständige Varianten- und Attributdaten, markenkonforme Bilder und Texte in Deutsch sowie ein sauberes Kategorie-Mapping, entsprechend der Premium-Positionierung.

Hinweise

Für Marken aus Österreich mit Premium-Anspruch ist der Österreich-Start ein Einstieg in den Markt, der zuvor nur über Deutschland erreichbar war. Sinnvoll sind Tracht, Abend- und Ballmode sowie Ski und Outdoor, weil Breuninger dort den lokalen Fokus setzt. Die Aufnahme ist streng, Produktdaten und Bildwelten müssen dem Premium-Umfeld entsprechen. Wer keinen direkten Kontakt hat, kommt über Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen mit Breuninger-Erfahrung. Konditionen und Anforderungen sind im Onboarding zu klären.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Wiki zum Thema

Darf ich Text und Logos auf Amazon-Produktfotos verwenden?

Text und Logos sind auf dem Hauptbild eines Amazon-Listings ausdrücklich verboten, dürfen aber auf den Galeriebildern eingesetzt werden solange sie dem Käufer zusätzliche nützliche…

Wann lohnt sich Amazon für kleine Händler?

Amazon lohnt sich für kleine Händler besonders dann wenn sie Produkte mit ausreichender Nachfrage, klaren Alleinstellungsmerkmalen oder einer Nischenpositionierung anbieten, die si…

Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf für Amazon-Produktbilder?

Ein professioneller Produktfotograf lohnt sich bei Amazon dann wenn das Produkt hochpreisig ist, in einem stark umkämpften Segment verkauft wird oder wenn die Bildqualität der Konk…

Warum ist die Verkäuferperformance bei Amazon so wichtig?

Amazon überwacht fortlaufend bestimmte Leistungskennzahlen jedes Händlerkontos und greift mit Verwarnungen, Listing-Sperrungen oder sogar vollständigen Kontosperrungen ein, wenn di…

Warum wird mein Amazon-Listing nicht angezeigt?

Ein Amazon-Listing das nicht angezeigt wird ist entweder inaktiv wegen fehlender Pflichtfelder, gesperrt wegen eines Richtlinienverstoßes, supprimiert wegen nicht erfüllter Bildanf…

Was bedeutet ASIN bei Amazon?

Eine ASIN ist die Amazon Standard Identification Number, eine zehnstellige alphanumerische Kennung, die Amazon jedem Produkt im eigenen Katalog eindeutig zuweist. Jedes Produkt auf…

Was bedeutet ROAS im Amazon-Kontext?

ROAS steht für Return on Ad Spend und gibt an wie viel Umsatz du pro eingesetztem Werbebudget auf Amazon erzielst, also wie effizient deine PPC-Kampagnen laufen. Ein ROAS von 5 bed…

Was brauche ich um ein Produkt bei Amazon einstellen zu können?

Um ein Produkt bei Amazon einzustellen brauchst du mindestens einen aktiven Seller-Account, einen gültigen Produktidentifikator wie EAN oder GTIN, einen Produkttitel, eine Kategori…

Was ist A+ Content bei Amazon?

A+ Content ist eine erweiterte Produktbeschreibung auf Amazon, die Markeninhabern erlaubt, statt einfachem Text aufwändige Layouts mit Bildern, Vergleichstabellen und Infografiken …

Lösungen für Breuninger-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

H
Software

Haufe X360 (ehemals lexbizz)

Haufe X360 ist eine cloudbasierte ERP-Lösung der Haufe Group mit Sitz in Freiburg für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum. Die Software wurde bis 2021 als lexbizz von Lexware vermarktet und im Oktober 2021 in Haufe X360 umbenannt, wobei die Vermarktung in das Haufe-Portfolio wechselte. Technisch basiert das System auf der Cloud-ERP-Plattform Acumatica, die für den DACH-Markt angepasst wurde. Haufe X360 deckt Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, CRM und weitere Kernprozesse ab und lässt sich mit branchenspezifischen Zusatzfunktionen und offenen Schnittstellen erweitern. Für den Onlinehandel steht unter anderem ein Konnektor für Shopify bereit. Der Vertrieb und die Einführung laufen über ein Netzwerk zertifizierter Partner, die auch Beratung und Anpassungen übernehmen. Der Hersteller adressiert damit eher den größeren Mittelstand und wachsende Handelsunternehmen als Einsteiger.

O
Software

Odoo

Odoo ist eine modulare Unternehmenssoftware der belgischen Odoo S.A., die 2005 von Fabien Pinckaers unter dem Namen TinyERP gestartet und 2014 in Odoo umbenannt wurde. Das System deckt mit rund 50 Kernapps Bereiche wie Verkauf, CRM, Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung, Projektmanagement, Website und Onlineshop ab und lässt sich über zahlreiche Community-Apps erweitern. Es gibt zwei Editionen: Die Community Edition steht unter der Open-Source-Lizenz LGPLv3 und kann kostenlos auf eigenen Servern betrieben werden, die Enterprise Edition enthält zusätzliche proprietäre Funktionen wie mobile Apps und das Werkzeug Studio zur Anpassung ohne Programmieren. Betrieben werden kann Odoo als gehostete Lösung, über Odoo.sh oder auf eigener Infrastruktur. Eingeführt wird die Software in der Regel über Implementierungspartner, die Anpassungen, Schnittstellen und Schulungen übernehmen.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

M
Plattform

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform für das Suchnetzwerk von Bing sowie für Partner wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, Anzeigen erscheinen auch in Edge und der Windows-Suche, und der KI-Assistent Copilot greift auf den Bing-Index zurück. Der Marktanteil ist deutlich kleiner als bei Google, im DACH-Raum liegt Bing auf dem Desktop bei rund 15 Prozent. Die Nutzerschaft ist tendenziell älter, kaufkräftiger und stark im Büroumfeld vertreten, daher eignet sich der Kanal für B2B-Themen und als Ergänzung zu Google. Es gibt Text-, Shopping- und Dynamic-Kampagnen sowie Retargeting, bestehende Google-Ads-Kampagnen lassen sich importieren. Nur bei Microsoft Advertising ist eine Zielgruppenausrichtung auf Basis von LinkedIn-Profildaten möglich. Abgerechnet wird überwiegend per Klick nach dem Auktionsprinzip, in manchen Branchen liegen die Klickpreise laut Agenturen 30 bis 60 Prozent unter Google. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden Endkunden (B2C) und Geschäftskunden (B2B).

P
Software

PlentyONE (ehemals plentymarkets)

PlentyONE ist eine cloudbasierte E-Commerce-ERP-Plattform der plentysystems AG mit Sitz in Kassel, die 2006 unter dem Namen plentymarkets gegründet wurde und heute als PlentyONE auftritt. Die Software bündelt Produktdaten, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kanalanbindung in einem System, sodass Händler Bestände, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg zentral steuern. Nach Herstellerangaben sind über 150 Marktplätze und Plattformen angebunden, dazu kommen ein eigenes Shopsystem als Progressive Web App, ein Kassensystem für den stationären Handel und ein Order-Management-System, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Die Funktionen werden über Editionen gestaffelt, die unter den Namen Lite, Lite+, Expand und Scale auf unterschiedliche Unternehmensphasen ausgerichtet sind. Seit November 2024 ist mit der PSG ein strategischer Investor beteiligt, der das Wachstum in der DACH-Region und international unterstützen soll. PlentyONE richtet sich an Händler, Marken und Hersteller, die viele Kanäle gleichzeitig bespielen und ihre Prozesse in einer durchgängigen Plattform abbilden möchten.

J
Software

JTL-Software (JTL-Wawi)

JTL-Wawi ist die Warenwirtschaft der JTL-Software-GmbH, die 2008 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen hat. Das Unternehmen gibt an, im deutschsprachigen Raum mehr als 50.000 Kunden und über 500 Partner zu haben, und gehört damit zu den verbreitetsten Anbietern für Multichannel-Handel. Die Wawi verbindet Einkauf, Verkauf, Lager und Versand, enthält ein Produktinformationsmanagement und lässt sich modular um weitere Bausteine erweitern. Über JTL-eazyAuction werden Angebote und Bestellungen auf Marktplätzen wie Amazon, eBay, Kaufland und Otto direkt in der Wawi gesteuert. Das Ökosystem umfasst außerdem das Shopsystem JTL-Shop, Connectoren für externe Shopsysteme, die Lagerverwaltung JTL-WMS, das Kassensystem JTL-POS und eine Produktionssoftware für Fertigungsunternehmen. Im Oktober 2023 ist mit Hg ein auf Software spezialisierter Investor als Wachstumspartner eingestiegen. JTL ist vor allem bei kleinen und mittleren Onlinehändlern beliebt, die ein flexibles System mit großem Partnernetzwerk suchen.

A
Software

Afterbuy

Afterbuy ist eine cloudbasierte All-in-One-Lösung für Onlinehändler, betrieben von der ViA-Online GmbH aus Krefeld, die zur ECOMMERCE ONE gehört. Aus einem früheren Werkzeug für Marktplatzverkäufer hat sich die Software zu einem Multichannel-System entwickelt, das Produktlisting, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Versand und Logistik vereint. Händler pflegen Artikel und Bestände zentral und steuern damit ihre Verkäufe auf Marktplätzen wie Amazon und eBay sowie im eigenen Onlineshop und im Ladengeschäft. Die Daten liegen nach Herstellerangaben auf eigenen Servern in Deutschland. Ein Statistikmodul mit eigenem Data Warehouse ermöglicht individuelle Auswertungen, etwa welche Produkte auf welchem Marktplatz am besten laufen. Über offene Schnittstellen lassen sich Shopsysteme, Versanddienstleister und Buchhaltungslösungen anbinden, für die Übergabe an den Steuerberater gibt es Partnerschnittstellen zu gängigen Finanzbuchhaltungen.

Q
Logistik

Quivo

Quivo ist ein Fulfillment-Dienstleister mit Hauptquartier am Wiener Hauptbahnhof und, laut Eigenangabe, Europas größter D2C-Fulfillment-Anbieter für über 1.450 Marken. Das größte österreichische Fulfillment Center liegt in Enzersdorf an der Fischa direkt am Flughafen Wien-Schwechat, in Deutschland betreibt Quivo Standorte in Wetzlar in Hessen und Kösching in Bayern, dazu kommen Center in Frankreich, Großbritannien, den USA und der Golfregion, insgesamt acht eigengeführte Standorte. Die Ausrichtung ist international mit Fokus auf DACH. Der Quivo Connector bündelt Bestände, Bestellungen, Sendungen und Retouren in einem Dashboard und bindet über 40 Shop- und ERP-Systeme an, darunter Shopify, WooCommerce, Shopware, Amazon FBM, TikTok Shop, Otto, Kaufland, Billbee und xentral. Versandt wird im Multi-Carrier-Modell, genannt werden DHL, DPD, GLS, UPS und FedEx. Retouren werden fotodokumentiert, geprüft und klassifiziert, dazu kommen Chargen-Tracking und B2B-Fulfillment. Typische Branchen sind Fashion, Beauty, Supplements, Schmuck, Elektronik und Parfum.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

B
Software

Billbee

Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.

G
Logistik

Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss ist ein familiengeführter, weltweit tätiger Full-Service-Logistiker mit Sitz in Lauterach in Vorarlberg, dessen Wurzeln laut Unternehmen mehr als 500 Jahre zurückreichen. Rund 8.600 Mitarbeitende arbeiten an 180 firmeneigenen Standorten. Das Portfolio umfasst Land-, See- und Luftfracht, Kontraktlogistik von der Lagerung über Fulfillment bis zur letzten Meile, Supply Chain Management und digitale Services wie das Kundenportal myGW. Die Ausrichtung ist international mit starkem Schwerpunkt auf dem Alpenraum, Österreich und Deutschland, Standorte gibt es unter anderem in Hamburg und Frankfurt. Gebrüder Weiss beteiligt sich an den Stückgutkooperationen NG.network und System Alliance Europe und arbeitet seit 1975 mit Streck Transport für Verkehre zwischen Österreich und Deutschland zusammen. Die Gruppe ist außerdem Gesellschafter von DPD Austria und damit im Paketgeschäft verankert. Der Schwerpunkt liegt auf B2B, Palettenware, Stückgut und Sperrgut, für Marken und Händler mit komplexeren Lieferketten kommen Kontraktlogistik und Fulfillment infrage.

S
Software

Salesforce Commerce Cloud (Agentforce Commerce)

Salesforce Commerce Cloud ist die Enterprise-Commerce-Plattform von Salesforce für B2C, B2B und Direktvertrieb von Marken. Sie geht auf Demandware zurück, ein 2004 in Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts gegründetes Unternehmen, das Salesforce 2016 für rund 2,8 Milliarden US-Dollar übernahm und in Commerce Cloud umbenannte. Der B2B-Bereich wurde 2018 durch die Übernahme von CloudCraze ergänzt. Nach Angaben eines Fachportals vermarktet Salesforce die Lösung seit 2026 unter dem Namen Agentforce Commerce. Die Plattform wird als Software as a Service betrieben, Salesforce übernimmt Hosting, Updates und Sicherheit, und die Abrechnung richtet sich üblicherweise nach dem Warenumsatz. Die enge Verbindung mit Salesforce CRM, Service und Marketing macht sie für Unternehmen interessant, die Kundendaten über alle Kanäle in einem System bündeln wollen.

D
Logistik

DHL Express

DHL Express ist der internationale Expressdienst der DHL Group und bietet zeitdefinierte Tür-zu-Tür-Zustellung in über 220 Ländern und Gebieten. Laut Eigenangabe sind mehr als 100.000 Certified International Specialists im Einsatz, dazu kommt Zollexpertise, die Sendungen beim Grenzübertritt beschleunigen soll. Die Ausrichtung ist klar international, in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Geschäftskunden über eigene Länderseiten betreut. Angeboten werden Zustellung am selben Tag, am nächsten Werktag und über Nacht, für Österreich nennt Sendcloud die Produkte Domestic, Domestic Premium, Economy Select über das Straßennetzwerk in 31 Länder und Gebiete sowie Worldwide, jeweils bis 70 Kilogramm. Für schwere und palettierte Sendungen gibt es Heavyweight-Express. Sendungen werden über MyDHL+, APIs oder Shop-Integrationen erstellt, mit On Demand Delivery können Empfänger Zustellort und Zeitpunkt ändern, eine Zweitzustellungsplattform soll fehlgeschlagene Zustellversuche verringern. Das Angebot richtet sich an B2B und B2C, ein Business-Konto lässt sich online per Kreditkarte oder nach Beratung auf Rechnung eröffnen.

A
Software

Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.

C
Software

commercetools

commercetools ist eine Commerce-Plattform der commercetools GmbH aus München, die 2006 gegründet wurde und als Pionier der MACH-Architektur gilt, also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless. Statt eines fertigen Shops liefert das Unternehmen Bausteine für Produkte, Preise, Warenkorb, Checkout und Bestellungen, die Unternehmen mit eigenem Frontend und weiteren Diensten zu einer individuellen Lösung zusammensetzen. Dieser Ansatz heißt Composable Commerce und wird für B2C, B2B und weitere Geschäftsmodelle eingesetzt. Zu den Zielbranchen zählen laut Unternehmen Handel, Mode, Lebensmittel, Telekommunikation, Automobil und Gesundheit. Zuletzt hat commercetools den Fokus auf KI-Funktionen und agentenbasierten Handel verstärkt. Die Plattform richtet sich an große Marken, Händler und Hersteller, die viel Flexibilität brauchen und über Entwicklerteams oder Agenturen verfügen, die das Frontend und die Integrationen umsetzen.

I
Software

Intershop

Intershop ist ein Anbieter von B2B-Commerce-Software der Intershop Communications AG mit Sitz in Jena, die 1992 unter dem Namen NetConsult gegründet wurde. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den frühen Pionieren des E-Commerce in Deutschland und hat sich heute auf Hersteller und Großhändler im oberen Mittelstand spezialisiert. Die Intershop Commerce Platform umfasst Commerce-Management, Produktinformationsmanagement, Order-Management, Experience-Management, Suche und Empfehlungen sowie einen Integration Hub als Low-Code-Lösung für die Anbindung an SAP. Zusätzlich setzt Intershop auf KI-Funktionen und spricht von Agentic Commerce. Nach eigenen Angaben vertrauen mehr als 300 Unternehmen weltweit auf die Plattform. Zum Angebot gehören auch Beratung, Implementierung, Cloud-Betrieb und Support, wodurch Kunden die Plattform samt Services aus einer Hand beziehen können.

S
Software

SAP Commerce Cloud

SAP Commerce Cloud ist die Commerce-Plattform von SAP für B2B, B2C und B2B2C und Teil des SAP-Portfolios für Kundenerlebnis. Sie geht auf hybris zurück, ein 1997 gegründetes Unternehmen für Omnichannel-Commerce, das SAP 2013 übernahm und zunächst als SAP Hybris vermarktete. Aus der Marke hybris wurde SAP Commerce Cloud, die laut SAP einzig unterstützte Commerce-Plattform des Konzerns. Die Lösung bündelt Produkt- und Katalogverwaltung, Preise, Bestellungen und Storefronts und verbindet sich eng mit SAP-Systemen wie dem ERP, was besonders für B2B-Hersteller und Großhändler mit komplexen Quote-to-Order-Prozessen relevant ist. Für moderne Storefronts gibt es mit Spartacus ein Frontend-Framework. Eingesetzt wird die Plattform vor allem bei Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen, die bereits in der SAP-Welt arbeiten.

X
Software

Xentral

Xentral ist eine cloudbasierte ERP-Software der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg, die sich auf E-Commerce, B2B und Handel im Mittelstand konzentriert. Das System verwaltet Aufträge, Lagerbestände, Zahlungen, Versand und Unternehmensdaten an einer Stelle und läuft nach Herstellerangaben bei über 1.800 kleinen und mittleren Unternehmen. Shopsysteme, Marktplätze, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter lassen sich über Standardschnittstellen oder eine eigene Middleware namens Connect anbinden, wodurch Xentral als zentrale Drehscheibe für Daten und Prozesse dient. Der Aufbau ist modular, sodass Unternehmen mit den Funktionen starten, die sie tatsächlich brauchen, und später weitere Bereiche wie Beschaffung, Buchhaltung oder Fulfillment ergänzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Benedikt und Claudia Sauter, die das System ursprünglich für den eigenen Onlinehandel entwickelt haben. Mit der Plattformerneuerung Next Gen hat Xentral zuletzt die technische Basis überarbeitet.

B
Software

BigCommerce (Commerce.com)

BigCommerce ist eine SaaS-Shopplattform, die 2009 in Sydney startete und heute von Austin in Texas aus geführt wird. Seit dem 31. Juli 2025 tritt das Unternehmen unter dem Dach Commerce.com auf, zu dem neben BigCommerce auch Feedonomics für Produktdaten und Makeswift für Seitengestaltung gehören. Die Plattform setzt auf einen offenen, API-orientierten Ansatz mit Unterstützung für Headless-Architekturen, mehrere Storefronts in einem Konto sowie native Funktionen für B2B und B2C. Seit 2022 baut BigCommerce seine Präsenz in Europa aus, darunter in Deutschland und Österreich. Als gehostete Lösung übernimmt der Anbieter Betrieb und Updates, Händler konzentrieren sich auf Sortiment und Marketing. Die Plattform richtet sich an wachsende und etablierte Marken, die mehr Anpassung als bei einfachen Baukästen brauchen, aber keinen eigenen Serverbetrieb wollen.

S
Software

Spryker

Spryker ist ein Anbieter von Commerce-Software mit Sitz in Berlin, der 2014 von Boris Lokschin und Alexander Graf gegründet wurde. Die Plattform Spryker Commerce OS kam 2016 auf den Markt und ist modular aufgebaut, sodass Unternehmen genau die Funktionen einsetzen, die sie brauchen. Der Schwerpunkt liegt auf komplexem Handel im B2B-Umfeld mit kundenspezifischen Katalogen und Preisen, Rollen und Freigaben, Angebotsanfragen sowie konfigurierbaren Produkten. Daneben bietet Spryker eine Marktplatz-Lösung, mit der Betreiber Drittanbieter anbinden, Angebote und Provisionen verwalten und Bestellungen steuern. Das Unternehmen arbeitet mit einem API-basierten, composable Ansatz und setzt zunehmend auf KI und agentengestützten Handel. Eingesetzt wird die Plattform von größeren Herstellern, Händlern und Plattformbetreibern, die mit Entwicklerteams oder Partnern individuelle Lösungen umsetzen.

S
Software

Shopware

Shopware ist ein modulares, API-basiertes Shopsystem der shopware AG aus Schöppingen im Münsterland, das von den Brüdern Stefan und Sebastian Hamann gegründet wurde. Mit Shopware 6 setzt das Unternehmen auf eine API-first-Architektur und auf Open Source, der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub. Es gibt die kostenlose Community Edition, für die eine Fair-Usage-Regel nach Umsatz gilt, sowie die kommerziellen Cloud-Pläne Rise, Evolve und Beyond, die seit 2022 angeboten werden. Rise richtet sich an B2C- und D2C-Händler, Evolve ergänzt Funktionen für B2B und hybride Geschäftsmodelle, Beyond bietet den größten Funktionsumfang samt Support. Shopware lässt sich selbst hosten oder als Cloud-Lösung betreiben und ist vor allem im deutschsprachigen Mittelstand stark verbreitet. Für Anbindungen an Warenwirtschaft, Marktplätze und Zahlungsanbieter gibt es einen großen Store mit Erweiterungen und ein breites Netz an Agenturen.

B
Logistik

byrd

byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.

O
Software

OXID eSales

OXID eSales ist ein deutsches Shopsystem der OXID eSales AG aus Freiburg im Breisgau, das dort seit 2003 entwickelt wird. Der OXID eShop basiert auf einem Open-Source-Kern und wird in Editionen angeboten, wobei die höheren Varianten zusätzliche Funktionen für B2B, Rechte und Rollen oder Mehrmandantenfähigkeit enthalten. Aktuell ist die Version 7 im Einsatz. Das Unternehmen positioniert sich für Händler mit erklärungsbedürftigen Produkten, individuellen Preisen, Freigabeprozessen und komplexen Versandwegen, also dort, wo ein Standardshop schnell an Grenzen kommt. Umgesetzt werden Projekte meist gemeinsam mit einem Netz aus Partneragenturen, das vor allem im deutschsprachigen Mittelstand verankert ist. OXID gilt als etabliertes, langfristig gepflegtes System, hat aber nach Auswertungen in Deutschland einen kleineren Marktanteil als Shopware oder Shopify.

U
Logistik

UPS

UPS ist ein global führender Logistikdienstleister und versendet Pakete in über 220 Länder und Gebiete, für Geschäftskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eigene Serviceleistungen. Im Programm stehen die Produkte Express Plus, Express, Express Saver, Standard und Expedited, UPS Standard steht innerhalb der EU sowie in die Schweiz, nach Liechtenstein und Norwegen zur Verfügung. Das UPS Access Point Netzwerk bietet lokale Abgabe- und Abholstellen für Zustellung und Retouren, mit UPS My Choice steuern Empfänger Zustellungen selbst. Der Rücksendeservice mit Selbstdruck-Aufkleber ist für über 135 Länder verfügbar, dazu kommen Nachnahme, Import Control und Zollabwicklung, europäisches Luftfrachtdrehkreuz ist Köln/Bonn. Kunden können Sendungen aus verschiedenen E-Commerce-Plattformen importieren und Versandinformationen zurückspielen. Die Ausrichtung ist stark international, das Angebot richtet sich an B2B und B2C. Laut Logistikjournal eignen sich UPS und FedEx besonders für zeitkritische Sendungen und Expressversand, beide bieten Zollabwicklung und DDP-Optionen.