Plattformkompetenz

Plattform

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform für das Suchnetzwerk von Bing sowie für Partner wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, Anzeigen erscheinen auch in Edge und der Windows-Suche, und der KI-Assistent Copilot greift auf den Bing-Index zurück. Der Marktanteil ist deutlich kleiner als bei Google, im DACH-Raum liegt Bing auf dem Desktop bei rund 15 Prozent. Die Nutzerschaft ist tendenziell älter, kaufkräftiger und stark im Büroumfeld vertreten, daher eignet sich der Kanal für B2B-Themen und als Ergänzung zu Google. Es gibt Text-, Shopping- und Dynamic-Kampagnen sowie Retargeting, bestehende Google-Ads-Kampagnen lassen sich importieren. Nur bei Microsoft Advertising ist eine Zielgruppenausrichtung auf Basis von LinkedIn-Profildaten möglich. Abgerechnet wird überwiegend per Klick nach dem Auktionsprinzip, in manchen Branchen liegen die Klickpreise laut Agenturen 30 bis 60 Prozent unter Google. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden Endkunden (B2C) und Geschäftskunden (B2B).

Hinweise

Sinnvoll ist Google Ads als Fundament und Microsoft Advertising als Ergänzung, sobald Suchvolumen und Conversion-Tracking stehen. Importierte Kampagnen müssen inhaltlich angepasst werden, außerdem sollte der automatische Import nach dem ersten Durchlauf pausiert werden, damit das Budget nicht ungewollt wächst. Das Suchvolumen ist begrenzt, kleinere Tagesbudgets genügen deshalb oft. Microsoft interpretiert Keyword-Optionen und automatische Gebotsstrategien teils anders als Google, das Monitoring der Suchbegriffe bleibt nötig, ein Pendant zu YouTube gibt es nicht.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Lösungen für Microsoft Advertising-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

S
Software

Salesforce Commerce Cloud (Agentforce Commerce)

Salesforce Commerce Cloud ist die Enterprise-Commerce-Plattform von Salesforce für B2C, B2B und Direktvertrieb von Marken. Sie geht auf Demandware zurück, ein 2004 in Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts gegründetes Unternehmen, das Salesforce 2016 für rund 2,8 Milliarden US-Dollar übernahm und in Commerce Cloud umbenannte. Der B2B-Bereich wurde 2018 durch die Übernahme von CloudCraze ergänzt. Nach Angaben eines Fachportals vermarktet Salesforce die Lösung seit 2026 unter dem Namen Agentforce Commerce. Die Plattform wird als Software as a Service betrieben, Salesforce übernimmt Hosting, Updates und Sicherheit, und die Abrechnung richtet sich üblicherweise nach dem Warenumsatz. Die enge Verbindung mit Salesforce CRM, Service und Marketing macht sie für Unternehmen interessant, die Kundendaten über alle Kanäle in einem System bündeln wollen.

A
Software

Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.

C
Software

commercetools

commercetools ist eine Commerce-Plattform der commercetools GmbH aus München, die 2006 gegründet wurde und als Pionier der MACH-Architektur gilt, also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless. Statt eines fertigen Shops liefert das Unternehmen Bausteine für Produkte, Preise, Warenkorb, Checkout und Bestellungen, die Unternehmen mit eigenem Frontend und weiteren Diensten zu einer individuellen Lösung zusammensetzen. Dieser Ansatz heißt Composable Commerce und wird für B2C, B2B und weitere Geschäftsmodelle eingesetzt. Zu den Zielbranchen zählen laut Unternehmen Handel, Mode, Lebensmittel, Telekommunikation, Automobil und Gesundheit. Zuletzt hat commercetools den Fokus auf KI-Funktionen und agentenbasierten Handel verstärkt. Die Plattform richtet sich an große Marken, Händler und Hersteller, die viel Flexibilität brauchen und über Entwicklerteams oder Agenturen verfügen, die das Frontend und die Integrationen umsetzen.

I
Software

Intershop

Intershop ist ein Anbieter von B2B-Commerce-Software der Intershop Communications AG mit Sitz in Jena, die 1992 unter dem Namen NetConsult gegründet wurde. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den frühen Pionieren des E-Commerce in Deutschland und hat sich heute auf Hersteller und Großhändler im oberen Mittelstand spezialisiert. Die Intershop Commerce Platform umfasst Commerce-Management, Produktinformationsmanagement, Order-Management, Experience-Management, Suche und Empfehlungen sowie einen Integration Hub als Low-Code-Lösung für die Anbindung an SAP. Zusätzlich setzt Intershop auf KI-Funktionen und spricht von Agentic Commerce. Nach eigenen Angaben vertrauen mehr als 300 Unternehmen weltweit auf die Plattform. Zum Angebot gehören auch Beratung, Implementierung, Cloud-Betrieb und Support, wodurch Kunden die Plattform samt Services aus einer Hand beziehen können.

S
Software

SAP Commerce Cloud

SAP Commerce Cloud ist die Commerce-Plattform von SAP für B2B, B2C und B2B2C und Teil des SAP-Portfolios für Kundenerlebnis. Sie geht auf hybris zurück, ein 1997 gegründetes Unternehmen für Omnichannel-Commerce, das SAP 2013 übernahm und zunächst als SAP Hybris vermarktete. Aus der Marke hybris wurde SAP Commerce Cloud, die laut SAP einzig unterstützte Commerce-Plattform des Konzerns. Die Lösung bündelt Produkt- und Katalogverwaltung, Preise, Bestellungen und Storefronts und verbindet sich eng mit SAP-Systemen wie dem ERP, was besonders für B2B-Hersteller und Großhändler mit komplexen Quote-to-Order-Prozessen relevant ist. Für moderne Storefronts gibt es mit Spartacus ein Frontend-Framework. Eingesetzt wird die Plattform vor allem bei Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen, die bereits in der SAP-Welt arbeiten.

B
Software

BigCommerce (Commerce.com)

BigCommerce ist eine SaaS-Shopplattform, die 2009 in Sydney startete und heute von Austin in Texas aus geführt wird. Seit dem 31. Juli 2025 tritt das Unternehmen unter dem Dach Commerce.com auf, zu dem neben BigCommerce auch Feedonomics für Produktdaten und Makeswift für Seitengestaltung gehören. Die Plattform setzt auf einen offenen, API-orientierten Ansatz mit Unterstützung für Headless-Architekturen, mehrere Storefronts in einem Konto sowie native Funktionen für B2B und B2C. Seit 2022 baut BigCommerce seine Präsenz in Europa aus, darunter in Deutschland und Österreich. Als gehostete Lösung übernimmt der Anbieter Betrieb und Updates, Händler konzentrieren sich auf Sortiment und Marketing. Die Plattform richtet sich an wachsende und etablierte Marken, die mehr Anpassung als bei einfachen Baukästen brauchen, aber keinen eigenen Serverbetrieb wollen.

S
Software

Spryker

Spryker ist ein Anbieter von Commerce-Software mit Sitz in Berlin, der 2014 von Boris Lokschin und Alexander Graf gegründet wurde. Die Plattform Spryker Commerce OS kam 2016 auf den Markt und ist modular aufgebaut, sodass Unternehmen genau die Funktionen einsetzen, die sie brauchen. Der Schwerpunkt liegt auf komplexem Handel im B2B-Umfeld mit kundenspezifischen Katalogen und Preisen, Rollen und Freigaben, Angebotsanfragen sowie konfigurierbaren Produkten. Daneben bietet Spryker eine Marktplatz-Lösung, mit der Betreiber Drittanbieter anbinden, Angebote und Provisionen verwalten und Bestellungen steuern. Das Unternehmen arbeitet mit einem API-basierten, composable Ansatz und setzt zunehmend auf KI und agentengestützten Handel. Eingesetzt wird die Plattform von größeren Herstellern, Händlern und Plattformbetreibern, die mit Entwicklerteams oder Partnern individuelle Lösungen umsetzen.

S
Software

Shopware

Shopware ist ein modulares, API-basiertes Shopsystem der shopware AG aus Schöppingen im Münsterland, das von den Brüdern Stefan und Sebastian Hamann gegründet wurde. Mit Shopware 6 setzt das Unternehmen auf eine API-first-Architektur und auf Open Source, der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub. Es gibt die kostenlose Community Edition, für die eine Fair-Usage-Regel nach Umsatz gilt, sowie die kommerziellen Cloud-Pläne Rise, Evolve und Beyond, die seit 2022 angeboten werden. Rise richtet sich an B2C- und D2C-Händler, Evolve ergänzt Funktionen für B2B und hybride Geschäftsmodelle, Beyond bietet den größten Funktionsumfang samt Support. Shopware lässt sich selbst hosten oder als Cloud-Lösung betreiben und ist vor allem im deutschsprachigen Mittelstand stark verbreitet. Für Anbindungen an Warenwirtschaft, Marktplätze und Zahlungsanbieter gibt es einen großen Store mit Erweiterungen und ein breites Netz an Agenturen.

O
Software

OXID eSales

OXID eSales ist ein deutsches Shopsystem der OXID eSales AG aus Freiburg im Breisgau, das dort seit 2003 entwickelt wird. Der OXID eShop basiert auf einem Open-Source-Kern und wird in Editionen angeboten, wobei die höheren Varianten zusätzliche Funktionen für B2B, Rechte und Rollen oder Mehrmandantenfähigkeit enthalten. Aktuell ist die Version 7 im Einsatz. Das Unternehmen positioniert sich für Händler mit erklärungsbedürftigen Produkten, individuellen Preisen, Freigabeprozessen und komplexen Versandwegen, also dort, wo ein Standardshop schnell an Grenzen kommt. Umgesetzt werden Projekte meist gemeinsam mit einem Netz aus Partneragenturen, das vor allem im deutschsprachigen Mittelstand verankert ist. OXID gilt als etabliertes, langfristig gepflegtes System, hat aber nach Auswertungen in Deutschland einen kleineren Marktanteil als Shopware oder Shopify.

H
Software

Haufe X360 (ehemals lexbizz)

Haufe X360 ist eine cloudbasierte ERP-Lösung der Haufe Group mit Sitz in Freiburg für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum. Die Software wurde bis 2021 als lexbizz von Lexware vermarktet und im Oktober 2021 in Haufe X360 umbenannt, wobei die Vermarktung in das Haufe-Portfolio wechselte. Technisch basiert das System auf der Cloud-ERP-Plattform Acumatica, die für den DACH-Markt angepasst wurde. Haufe X360 deckt Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, CRM und weitere Kernprozesse ab und lässt sich mit branchenspezifischen Zusatzfunktionen und offenen Schnittstellen erweitern. Für den Onlinehandel steht unter anderem ein Konnektor für Shopify bereit. Der Vertrieb und die Einführung laufen über ein Netzwerk zertifizierter Partner, die auch Beratung und Anpassungen übernehmen. Der Hersteller adressiert damit eher den größeren Mittelstand und wachsende Handelsunternehmen als Einsteiger.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).

M
Marktplatz

ManoMano

ManoMano ist ein 2013 gegründeter französischer Marktplatz, der sich ausschließlich auf Heimwerken, Haus und Garten spezialisiert hat. Nach Angaben auf der deutschen Händlerseite verbindet er 15 Millionen Produkte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich, mit rund 20 Millionen monatlichen Besuchern, 4 Millionen aktiven Kunden und 400.000 wiederkehrenden Käufern. Es handelt sich um einen reinen Marktplatz ohne stationäres Geschäft, der Händler nach eigenen Angaben ergänzt, ohne sie zu kannibalisieren. Verkauft wird an Endkunden (B2C), mit ManoManoPro betreibt ManoMano seit 2019 zusätzlich eine B2B-Plattform für Handwerker und Bauprofis mit über 600.000 Referenzen. Neue Händler bewerben sich über ein Formular, ManoMano prüft Produktfit, Preispolitik und Kundenservicequalität. In Frankreich, Spanien und Italien gab es laut früheren Berichten ein Fulfillment-Angebot. Deutsche Händler galten laut ManoMano (2021) als Exportmeister und verkaufen mehr im europäischen Ausland als alle anderen Länder des Marktplatzes.

A
Marktplatz

AUTODOC

AUTODOC ist ein Berliner Onlinehändler für Fahrzeugteile und Zubehör, der laut Unternehmen Europas führender Online-Händler in diesem Bereich ist. Neben dem B2C-Geschäft und dem B2B-Bereich Autodoc Pro hat das Unternehmen einen kuratierten Marktplatz als dritte Säule aufgebaut. Der Autodoc Marketplace startete in Frankreich und wurde im Sommer 2025 auf Deutschland und Österreich ausgeweitet, laut Speed4Trade ist er auch in Italien, Spanien, Portugal, den Benelux-Ländern und Großbritannien verfügbar. Auf dem Marktplatz sind laut Anbieter hunderte professionelle Verkäufer aktiv, das Angebot reicht über klassische Ersatzteile hinaus zu Fahrzeugelektronik, Zubehör, Lifestyle-Produkten, Mobilitätslösungen und Sicherheitsartikeln. Verkauft wird an Endkunden (B2C), der Marktplatz ergänzt die B2C- und B2B-Plattformen. Drittanbieter listen ihre Produkte und versenden direkt, sie übernehmen Rechnung, Versand und Erstkontakt im Kundenservice. Für alle Marktplatz-Händler gelten klar definierte Leistungskennzahlen und Service-Level-Vereinbarungen, Autodoc überwacht die Performance und greift bei Bedarf ein. Als technische Basis dient die Marktplatzlösung von Mirakl.

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

B
Marktplatz

Breuninger

Breuninger ist ein Stuttgarter Premium- und Luxus-Warenhaus mit elf Häusern in Deutschland, mehr als 5.500 Mitarbeitenden und einem Onlineshop seit 2008. Seit 2020 öffnet das Unternehmen den Onlineshop auf einer Marktplatz-Plattform für ausgewählte Partnermarken, die über eine Third-Party-Anbindung an Breuninger-Kunden verkaufen. Im Februar 2026 wurde das Modell in Österreich gestartet, laut Fachpresse auf Basis des in Deutschland etablierten Konzepts mit rund 300 Partnern und einem lokalen Fokus auf Tracht, Ball- und Abendmode sowie Ski und Outdoor. Weitere Märkte sind die Schweiz mit zusätzlichen Sprachversionen, Polen und die Niederlande. Das Sortiment umfasst Fashion und Accessoires, Home and Living, Premium und Luxus sowie Sport. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Eine offene Registrierung gibt es nicht, Breuninger arbeitet über Empfehlungen, gezielte Ansprache von Marken und Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen. Vorausgesetzt werden vollständige Varianten- und Attributdaten, markenkonforme Bilder und Texte in Deutsch sowie ein sauberes Kategorie-Mapping, entsprechend der Premium-Positionierung.

V
Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

O
Software

OpenCart

OpenCart ist eine kostenlose Open-Source-Software zum Aufbau und Betrieb von Onlineshops, entwickelt von der in Hongkong ansässigen OpenCart Limited. Das Projekt wurde ab 2005 vom britischen Entwickler Daniel Kerr auf Basis einer abgelaufenen Domain neu aufgebaut und in PHP umgesetzt, die erste stabile Version erschien 2009. Die Software steht unter der GPLv3-Lizenz und bringt ein Admin-Panel, Benutzerrollen, Rabatt- und Gutscheinsystem sowie unbegrenzte Produkte und Kategorien mit. Zusätzliche Funktionen kommen über einen Marktplatz mit Erweiterungen und Themes hinzu. Laut Wikipedia hat OpenCart eine große weltweite Verbreitung, besonders in Asien, im deutschsprachigen Raum spielt es dagegen eine kleinere Rolle. Die Software wird selbst gehostet und eignet sich für Händler mit technischem Know-how oder einer betreuenden Agentur.

O
Software

Odoo

Odoo ist eine modulare Unternehmenssoftware der belgischen Odoo S.A., die 2005 von Fabien Pinckaers unter dem Namen TinyERP gestartet und 2014 in Odoo umbenannt wurde. Das System deckt mit rund 50 Kernapps Bereiche wie Verkauf, CRM, Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung, Projektmanagement, Website und Onlineshop ab und lässt sich über zahlreiche Community-Apps erweitern. Es gibt zwei Editionen: Die Community Edition steht unter der Open-Source-Lizenz LGPLv3 und kann kostenlos auf eigenen Servern betrieben werden, die Enterprise Edition enthält zusätzliche proprietäre Funktionen wie mobile Apps und das Werkzeug Studio zur Anpassung ohne Programmieren. Betrieben werden kann Odoo als gehostete Lösung, über Odoo.sh oder auf eigener Infrastruktur. Eingeführt wird die Software in der Regel über Implementierungspartner, die Anpassungen, Schnittstellen und Schulungen übernehmen.

S
Software

Squarespace

Squarespace ist eine Plattform zum Erstellen und Hosten von Websites und Onlineshops, die 2003 von Anthony Casalena gegründet wurde und ihren Sitz in New York hat. Das Unternehmen wurde im Oktober 2024 von der Beteiligungsgesellschaft Permira für rund 7,2 Milliarden US-Dollar übernommen und ist seither nicht mehr börsennotiert, Casalena bleibt Chef. Zum Angebot gehören Designvorlagen, Domains, Marketingwerkzeuge und Commerce-Funktionen wie Bestandsverwaltung und Zahlungsabwicklung, die über Squarespace Payments seit 2023 auch direkt angeboten wird. Squarespace ist vor allem für seinen Designanspruch bekannt und richtet sich an Selbstständige, Kreative und kleine Unternehmen, die Auftritt und Verkauf ohne Programmierkenntnisse umsetzen wollen. Als gehosteter Baukasten kümmert sich der Anbieter um Betrieb, Sicherheit und Updates.

W
Software

Wix eCommerce

Wix ist ein Website-Baukasten der israelischen Wix.com Ltd mit Sitz in Tel Aviv, mit dem sich neben Webseiten auch Onlineshops erstellen lassen. Händler gestalten ihren Auftritt im Editor ohne Programmierkenntnisse, legen Produkte an, richten Zahlungsarten ein und verwalten Bestellungen in einer gehosteten Umgebung, bei der Wix Betrieb und Updates übernimmt. Im deutschsprachigen Raum zählt Wix neben Jimdo und dem Homepage-Baukasten von 1&1 zu den bekanntesten Baukastenanbietern. Der Schwerpunkt liegt auf schnellem Start, Designvorlagen und einfacher Bedienung, weniger auf tiefer Anbindung an Warenwirtschaft oder Marktplätze. Damit eignet sich der Shopbereich vor allem für Selbstständige, kleine Unternehmen und Händler mit überschaubarem Sortiment, die eine Webseite und einen Shop aus einer Hand betreiben möchten.

J
Software

Jimdo

Jimdo ist ein deutscher Website-Baukasten der Jimdo GmbH aus Hamburg, der 2007 von Matthias Henze, Christian Springub und Fridtjof Detzner gegründet wurde. Seit 2010 lassen sich damit auch Onlineshops einrichten. Händler gestalten Seite und Shop über einen einfachen Editor, legen Produkte einzeln an und verwalten Bestellungen in einer gehosteten Umgebung. Nach Herstellerangaben fallen keine Verkaufsprovisionen auf Umsätze an, gezahlt wird ein Tarif, der sich nach Funktionsumfang und Produktzahl richtet. Für den Shopbereich gibt es eigene Tarife, die laut Tests nach Sortimentsgröße gestaffelt sind. Jimdo richtet sich an Selbstständige, kleine Unternehmen und Gründer, die ohne Programmierkenntnisse schnell online verkaufen möchten. Als begrenzter Shop mit überschaubarem Funktionsumfang eignet sich das System weniger für große Sortimente oder komplexe Prozesse.

G
Software

Gambio

Gambio ist ein deutsches Shopsystem der Gambio GmbH aus Bremen, die 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno in Oldenburg gegründet wurde. Das System gibt es als Cloud-Lösung, bei der Gambio Hosting und Updates übernimmt, und als selbst gehostete Variante. Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 25.000 Shops mit Gambio im Einsatz, angebunden an Marktplätze, Zahlungssysteme, Warenwirtschaften und Versanddienstleister. Die Shoplösung wurde von der IT-Recht Kanzlei als geprüftes Shopsystem eingestuft, was für die rechtssichere Einrichtung in Deutschland ein Argument ist. Gambio gehört zur Unternehmensgruppe Ecommerce One, zu der auch die Multichannel-Lösungen Afterbuy und DreamRobot zählen, und arbeitet technisch eng mit diesen zusammen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Händler, die ein deutsches System mit gutem Support suchen.

Q
Logistik

Quivo

Quivo ist ein Fulfillment-Dienstleister mit Hauptquartier am Wiener Hauptbahnhof und, laut Eigenangabe, Europas größter D2C-Fulfillment-Anbieter für über 1.450 Marken. Das größte österreichische Fulfillment Center liegt in Enzersdorf an der Fischa direkt am Flughafen Wien-Schwechat, in Deutschland betreibt Quivo Standorte in Wetzlar in Hessen und Kösching in Bayern, dazu kommen Center in Frankreich, Großbritannien, den USA und der Golfregion, insgesamt acht eigengeführte Standorte. Die Ausrichtung ist international mit Fokus auf DACH. Der Quivo Connector bündelt Bestände, Bestellungen, Sendungen und Retouren in einem Dashboard und bindet über 40 Shop- und ERP-Systeme an, darunter Shopify, WooCommerce, Shopware, Amazon FBM, TikTok Shop, Otto, Kaufland, Billbee und xentral. Versandt wird im Multi-Carrier-Modell, genannt werden DHL, DPD, GLS, UPS und FedEx. Retouren werden fotodokumentiert, geprüft und klassifiziert, dazu kommen Chargen-Tracking und B2B-Fulfillment. Typische Branchen sind Fashion, Beauty, Supplements, Schmuck, Elektronik und Parfum.

E
Software

Ecwid by Lightspeed

Ecwid ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Händler Verkaufsfunktionen in bestehende Websites einbauen oder eigenständige Shops erstellen. Das Unternehmen wurde 2009 von Ruslan Fazlyev gegründet und 2021 vom kanadischen Kassen- und Commerce-Anbieter Lightspeed übernommen, daher der Zusatz by Lightspeed. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte Lightspeed mehr als 130.000 zahlende Kunden in über 100 Ländern. Händler können über Ecwid nicht nur im eigenen Shop verkaufen, sondern auch über Social Media und digitale Marktplätze, wobei zum Beispiel eine Partnerschaft mit TikTok bestand. Durch die Verbindung mit Lightspeed lässt sich der Onlineshop mit dem Kassensystem für Ladengeschäfte verknüpfen. Ecwid richtet sich an kleine Unternehmen, die schnell und ohne große Technik online verkaufen oder ihre vorhandene Website um einen Shop ergänzen möchten.