Plattformkompetenz

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Partner & Anbieter

A
Software

Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.

A
Marktplatz

AUTODOC

AUTODOC ist ein Berliner Onlinehändler für Fahrzeugteile und Zubehör, der laut Unternehmen Europas führender Online-Händler in diesem Bereich ist. Neben dem B2C-Geschäft und dem B2B-Bereich Autodoc Pro hat das Unternehmen einen kuratierten Marktplatz als dritte Säule aufgebaut. Der Autodoc Marketplace startete in Frankreich und wurde im Sommer 2025 auf Deutschland und Österreich ausgeweitet, laut Speed4Trade ist er auch in Italien, Spanien, Portugal, den Benelux-Ländern und Großbritannien verfügbar. Auf dem Marktplatz sind laut Anbieter hunderte professionelle Verkäufer aktiv, das Angebot reicht über klassische Ersatzteile hinaus zu Fahrzeugelektronik, Zubehör, Lifestyle-Produkten, Mobilitätslösungen und Sicherheitsartikeln. Verkauft wird an Endkunden (B2C), der Marktplatz ergänzt die B2C- und B2B-Plattformen. Drittanbieter listen ihre Produkte und versenden direkt, sie übernehmen Rechnung, Versand und Erstkontakt im Kundenservice. Für alle Marktplatz-Händler gelten klar definierte Leistungskennzahlen und Service-Level-Vereinbarungen, Autodoc überwacht die Performance und greift bei Bedarf ein. Als technische Basis dient die Marktplatzlösung von Mirakl.

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

B
Marktplatz

Breuninger

Breuninger ist ein Stuttgarter Premium- und Luxus-Warenhaus mit elf Häusern in Deutschland, mehr als 5.500 Mitarbeitenden und einem Onlineshop seit 2008. Seit 2020 öffnet das Unternehmen den Onlineshop auf einer Marktplatz-Plattform für ausgewählte Partnermarken, die über eine Third-Party-Anbindung an Breuninger-Kunden verkaufen. Im Februar 2026 wurde das Modell in Österreich gestartet, laut Fachpresse auf Basis des in Deutschland etablierten Konzepts mit rund 300 Partnern und einem lokalen Fokus auf Tracht, Ball- und Abendmode sowie Ski und Outdoor. Weitere Märkte sind die Schweiz mit zusätzlichen Sprachversionen, Polen und die Niederlande. Das Sortiment umfasst Fashion und Accessoires, Home and Living, Premium und Luxus sowie Sport. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Eine offene Registrierung gibt es nicht, Breuninger arbeitet über Empfehlungen, gezielte Ansprache von Marken und Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen. Vorausgesetzt werden vollständige Varianten- und Attributdaten, markenkonforme Bilder und Texte in Deutsch sowie ein sauberes Kategorie-Mapping, entsprechend der Premium-Positionierung.

B
Logistik

byrd

byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.

C
Software

commercetools

commercetools ist eine Commerce-Plattform der commercetools GmbH aus München, die 2006 gegründet wurde und als Pionier der MACH-Architektur gilt, also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless. Statt eines fertigen Shops liefert das Unternehmen Bausteine für Produkte, Preise, Warenkorb, Checkout und Bestellungen, die Unternehmen mit eigenem Frontend und weiteren Diensten zu einer individuellen Lösung zusammensetzen. Dieser Ansatz heißt Composable Commerce und wird für B2C, B2B und weitere Geschäftsmodelle eingesetzt. Zu den Zielbranchen zählen laut Unternehmen Handel, Mode, Lebensmittel, Telekommunikation, Automobil und Gesundheit. Zuletzt hat commercetools den Fokus auf KI-Funktionen und agentenbasierten Handel verstärkt. Die Plattform richtet sich an große Marken, Händler und Hersteller, die viel Flexibilität brauchen und über Entwicklerteams oder Agenturen verfügen, die das Frontend und die Integrationen umsetzen.

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